Methoden

Aus Psycho
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Inhaltlich-theoretische Fragestellung

Beschreibung und Erklärung von interindividuellen Unterschieden in intraindividuellen Altersveränderungen

Folie5 Wenn man beschrieben hat, kommt man zu Erklärung. Wie kommt es dazu etc.?$

Forschungsdesigns

Längsschnitt (einschl. „experience sampling“/ambulatory assessment), Querschnitt, Experiment

Ein Grosser Knackpunbkt in der Entwicklungspsychologie, man ist per se daran etwas über Zeit anzusehen

Querschnittstudien

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Personen gehören gezwungenermassen unterschiedlichen Geburtskohorten anm, wenn sie zur gleichen Zeit gleich alt sein. Unterschiede müssen also nicht von den Personen abhängen sondern können abhängig von der Geburtskohorte sein. Aus den Unterschieden darf nicht auf Altersveränderungen geschlossen werden. Querschnittstudien können aufgrund von Ergebnissen nicht von Veränderungen sprechen dafür werden längsschnittliche Daten gebraucht

Längsschnittstudien

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Man kann Aussagen machen wie sich ein Merkmal verändert zumindest über die Vorgegebene Zeit und in der Vorgegebenen Kohorte. Was man mit einer Längschnittstudie nicht machen kann ist: kohortenunterschiede herauszufinden (Gibt es Gesellschaftsaspekte welche Entwicklung beinflussen, da man nur eine Kohorte anschaut)

Seattle Longitudinal Study (Karl Warner Schaie)

Gestartet 1956. Studie läuft noch Kognitive im Erwachsenenalter Verstehen mit Kontextefffekten, Erklärung der Varianz und inwiefern Entwicklungsverläufe in der Kognition mit der Bildung zusammnhängen.

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N wird immer kleiner, da die Personen wegsterben, aussteigen (Motivationale Gründe) oder körperlich oder kognitiv nicht mehr an der Studie teilnehmen können. Man hat also weitere Leute in den nicht mehr vorhandenen Altersstufen wieder hinzugefügt und Nachrektutiert. Folie11

Kohortensequentielles Design (Schaies optimales Design)

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Man sieht Kohorteneffekte. Es können relativ viele Vergleiche aufgestellt werden:

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Das Deisgn erlaubt es eine realtiv grosse Anzahl von Fragen zu beantworten. Oft hat man sehr unterschiedliche Befunde wenn man Querschnittstudien mit Kohortensequentiellen Studien vergleicht.

Intelligenzmasse SLS

Primärfähigkeiten

  • Induktives (logisches) Denken
    • Fortsetzen von Logischen Reihen
  • Räumliche Orientierung
    • Abstrakte Darstellungen
    • Rotierte Buchstaben
  • Wahrnehmungsgeschwindigkeit
    • Sachen in Distraktoren Finden
    • Zahlenvergleiche
    • Abbildungsvergleiche
  • Numerische Fähigkeiten
    • Additionen
    • Subtraktionen & Multiplikationen
  • Wortschatz (Verbales Verständnis) (ab hier kristalline Fähigkeiten)
    • Synonyme
    • Wortschatztest
  • Verbales Gedächtnis
    • unmittelbare Wiedergaben von Wörter
    • verzögerte Wiedergabe von Wörter
  • Wortflüssigkeirt
    • Möglichst viele Wörter einer Gruppe

Wie kann man die Messwerte vergleichbar machen?

  1. Nutzung der Erstmessung von jeder Versuchsperson (= 4845 Messungen)
  2. Mittelwert und Standardabweichungen beruhen auf dieser Stichprobe
  3. T-Standardisierung mit 50 als Mittelwert und 5 Punkten für eine Standardabweichung
  • Person mit T-Wert 45 liegt genau 1 Standardabweichung unter dem Gesamtmittelwert, bei 55 Punkten genau 1 SD darüber

Ergebnisse der SLS auf Folie21 Querschnittauswertung. Gehfahtr das man Altersunterschiede überschätzung durch Kohortenunterschiede.

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Vergliech der Längsschnittlichen mit den Querschnittlichen Daten. Von Querschnittliche daten kann nur sehr vorsichtig auf Verläufe geschlossen werden

Quer und Längsschnittstudien sagen oft etwas ganz anderes, sobald man etwas über Veränderung aussagen will, muss die Erfassung über Zeit vorgenommen werden.

Terminal Decline

Folie29 Sehr Starker Abfall in einer Fähigkeit in Abhängigkeit der Zeit bis zum Tod. In kurze Zeitfendster vor dem Tod ein markanter Abfall in vielen Fähigkeiten. Terminal Drop /Decline

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Ab einem Zeitfenster ab ca. 4 Jahren vor dem Tod ist im Durchschnitt (besonders stark bei Persoenne des 4 Alters) nimmt die Lebenszufriedenheit markant ab. Folie30

Fazit SLS

Wichtigste Vertreter: Warner Schaie, Sherry Willis Design: „Schaies optimales Design“: Kohortensequenzstudie zur Feststellung und Kontrolle von Alters-, Kohorten- , Übungs- und Testzeitpunkteffekten

Empirische Befunde (Beispiele zu Kognition/Quer- vs. Längsschnitt):

  • Kohorteneffekte führen im Querschnitt fälschlicherweise zu Befund stabiler Rechenfähigkeit und starken und frühen Verlusten in fluiden Intelligenzleistungen, im Längsschnitt dagegen deutlich längere Stabilität und spätere Leistungsverringerungen.
  • Erhebliche interindividuelle Variabilität in Entwicklungsverläufen bis ins höchste Alter weisen auf Plastizität der Entwicklung im Alter hin

Übersprungen: BASE (Berliner Altersstudie)

Veränderung auf verschiedenen Zeitebenen

SLS Gemessen über 7 Jahr, was man misst dsind durschnitte über längere Zeit, was man nicht sagen kann sind Aussagen über den Alltag, wenn man wissen will wie ies im Alltag aussieht muss man auch den Alltag beobachten. Ältere Persoenn schwanken normalerweise bei Tests viel mehr, beim Wohlbefinden sind sie aber deutlich stabiler

Mikrolängsschnitt & Measurement Burst Design

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In Blöckchen wird ein Mirkogenetisches Design ber mehrere Tage hinweg egmacht, welches nach einem längeren Zeitraum wieder widerhohlt wird. Normalerweise die Leute welche in den kurzen Zeiträumen stärker rauf und runter gehen, sind die, welche über die längere Zeit stärker abnehmen.

Erhebungsinstrumente

Tests, Fragebogen, Beobachtung, Interview Selbstbericht, etc. Herausforderung bei älteren Persoenn ist wie man das Material präsentiert.

(Psychometrische) Tests

  • Empirisch abgrenzbare Merkmale mit standardisierten Instrumenten mit hoher Objektivität, Validität und Reliabilität erfassen
  • Typisch: Kognition, Persönlichkeit

Herausforderunge.

Bei Längsschnittstudien soll immer das gleiche Konstrukt erfasst werde, es kann zu Lerneffekten kommen.

Ansätze

Screenings

  • MMST (Mini Mental Status Test) -> Screening auf Demenz
  • BDI (Beck Depressions-Inventar) -> Screening auf Depression

Testbatterien

  • NAI (Nürnberger Altersinventar) -> Normen bis 95 Jahre
  • WMS (Wechsler Memory Scale) -> Normen bis 89 Jahre
  • CERAD (Consortium to Establish a Registry for Alzheimer‘s Disease)
  • HAWIE (Hamburg Wechsler Intelligenztest für Erwachsene) -> Normen bis 89 Jahre
  • RBMT (Rivermead Behavioural Memory Test) -> Normen bis 96 Jahre

Einzeltests

  • AKT (Alterskonzentrationstest) -> Normen bis 95 Jahre
  • ATL/ADL (Aktivitäten des täglichen Lebens) -> Unterstützungsbedarf

Befragung

Schriftlich - Mündlich

Mündlich wird vorallem bei Alten und betagten Menschen häufiger eingesetzt. Die Spezifität und der Zeitfokus kann die Antwort sehr stark beeinflussen.

Interviews können komplett frei sein, komplett strukturiert und auch semistrukturiert.

Retrospektiv kann man die Leute über Dinge, welche zurückligene befragen, normalerweise obei objektiven sachen unproblematisch, wenn im Nachhinein etwas bewertet werden soll, wird die Antwort durch die aktuelle Zufriedenheit beeinflusst.

Experimente

Zeitdruck

Zeitlimit vs. slebstgewähltes Tempo, Dinge die unnötigerweise ein Zeitlimit haben die Zeitkomponente reinbringen auch wenn sie das eigentlich gar nicht testen.

Material

Wie vertraut man mit der Übung ist, wie Relevant die übung für die Person ist etc. Findet sich in Studien die Emotionsregulationsfähigkeiten testen. (Leuten wird ein Film gezeigt zu dem sie Emotionen unterdrücken sollen, wenn man spezifisch Fileme zu alter an alten zeigt, kommt es zu stärkeren Reaktionen)

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Vertrautheit, Labortest, vs. alltagsnaher Test. Beispiel auf Folie45

Instruktion

Ist die Aufgabe Klar, Sind die Leute Motiviert sich slebst zu verbessern oder Ihre Leitungen zu erhalten?

Kohortenunterschiede

Ältere sind nicht vergleichbar, wenn sie ungelernt sind zum beistpiel mit heutigen Pschologiestudenten.

Auswertungsverfahren

Umgang mit Stichprobenselektivität und Attrition (Ausfall über Verlauf der Studie weg)

Herausforderungen bei Längsschnittstudien

  • Historische Einflüsse
    • z.B Grosse Depression, Fall der Mauer
    • Kann eingeschränkt werden duch schaies Optimal
  • Übungseffekte
    • Durch übung verbessert sich der Test
    • Lösung: Kontrollstichprobe welche nur an einem Messzeitpinkt eingesetzt wird
  • Vergleichbarkeit der Messinstrumente
    • Teste müssen über die Zeit angepasst werden, damit sie das messen was sie auch vorgeben
  • Regression zur Mitte
  • Stichprobenausfall
  • Selektivität (der Teilnahme, des Dropouts und der Testinstrumente)

Stichprobenselektivität

Ein und Ausschlusskriterien bestimmen wie repräsentativ die Aussagen sind.

  • Ein-/Ausschlusskriterien
  • „Normales“ Altern vs. pathologisches Altern
  • Repräsentativität
  • Selbstselektion
    • Was für Leute machen überhaupt bei einer Studie mit?
  • Attrition: Austrittsselektivität
  • Stichprobenschichtung

Stichprobenschichtung anhand der BASE (Berliner Altersstudie)

Da Männer kürzer leben, sind sie wenn man von allen gleichaltrigen gleichviele nimmt, sind die Männer in einer Altersstichprobe überrepräsentiert.

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