Klassifikation

Aus Psycho
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Begriffe

Kategorial vs. Dimensional

Folie3

Kategorial

  • geht von qualitativen Unterschieden zwischen Entitäten aus
  • entspricht intuitivem Vorgehen (z.B. Benennung von Gefühlen)

Klare Trennungen zwischen den Menrkmalen machbar Entspricht dem alltäglichen Vorgehen, jemand hat eine Maacke oder nicht und keine Zwischenstufen

Explizite Definition Klare Grenzen

Dimensionaler Ansatz

Im psychischen gibt es schon Vorformen oder unterschiedliche nähe zu Problemen, bereits mit wenig Informationen bereits zu Schlussfolgerungen springen.

Problem der Overinclusion

Psychologie geht von einem Dimensinalen Ansatz aus, von Gar nicht bis Vollständig gibt es viele Stufen. In der PSychopathologie existiert das nicht, wäre aber praktisch, da man damit subklinische (untypische) störungen erkennen und einteilen könnte.

  • geht von quantitativen und qualitativen Unterschieden aus
  • entspricht weitgehend dem Vorgehen in der Grundlagenforschung der Psychologie
  • Vorteil in der Psychopathologie: es können auch subklinische Fälle erfasst werden

Logische vs. pragmatische Klassifikation

Logische Klassifikation

  • Präzise Festlegung der die einzelnen Klassen definierenden Merkmale
  • Beibehaltung des Einteilungsprinzips
  • Berücksichtigung aller vorhandener Phänomene und Vermeidung von Überschneidungen
  • “idealtypisch”: Konstruktions-Perfektion im Vordergrund

Pragmatische Klassifikation

  • nicht an unveränderliche Einteilungsprinzipien gebunden
  • Klassif. Handeln wird an zur Zeit vorherrschenden Gegebenheiten ausgerichtet: danach werden Prototypen festgelegt
  • Praktische Konsequenzen bestimmen den Wahrheitsgehalt
  • “deskriptiv”: Beobachtung im Vordergrund

Ob die Prototypen gut gewählt sind oder nicht erkennt man aus den Konsequenzen, die "Fehler" fallen aus der Prototypenliste raus

Beobachtungen stehen im Vordergrund

Definitionen

Narrativ

Wörtliche Beschreibung der Intension Extension und Abgrenzung es Inhalts (Nach typischen Definitionsregeln) Eignet sich gut für Prototypenbeschreibung

Operationalisierung

Man bestimmt Operatoren (Beurteilungsschritte) (von den Folgenden Symptomen müssen 3 Vorhanden sein) Vorteile aber schwierig in Einsetzbarkeit, man muss vor einer Person mit einem Leiden ganz streng den Algorithmus durcharbeiten (bei Notfallsituationen sehr kritisch)

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Klassifikationssysteme

Folie10 Um eine Gemeinsame Sprache zwischen Fachleuten zu haben. Um Missverständnisse zu vermeiden

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International Classification of Diseases (ICD)

Herausgegeben von der WHO

  • umfasst alle Krankheitsgruppen und –lokalisationen des Menschen
  • nur ein Kapitel (zur Zeit: F) für die psychischen Krankheiten/ Störungen
  • im Schweizerischen Gesundheits-/Versicherungssystem massgebend

WHO Verwendet ICD um Statistiken pber Länder zu machen, soll möglichst: - Global - Multilingual - Multidisciplinary - Transparent - Independent of conflicts of interest seinn.

Akteure der WHO

Folie14

Die WHO ist sich bewusst das es in einigen Ländern eine Ballung von Psychofachleuten gibt (auch die Stadt Zürich) während in anderen Leuten keine Psychofachleute existieren, psychisches Leid gibt es überall.

Unterversorgung/Fehlversorgung, Krasse Unterschiede das in vielen Ländern der Welt menschen gar keine Chance auf Therapie haben, der sog. Treatment gap Statistik au Folie 16

  • Review global scientific literature, particularly in low and middle-income countries
  • Analyze country and regional modifications
  • Examine existing use and current practice
  • Assess user opinions and experience (regional meetings, surveys)
  • Conduct field studies (WHO hat im Vergleich zu DSM viele Feldstudien durchgeführt Beispiel Folie22)

Quer über die Welt verwenden am Meisten Psychiater ICD -10 Früher haben sich VIEL mehr Leute DSM verwendet

Die Psychiater wünschten sich Flexiblere Kriterien etc. daher wurde auf diese Wünsche eingegangen bei der Kreation von ICD-10 Zusätzlich wünschen sich Psychiater auch weniger als 100 Diagnosekriterien, damit es Übersichtlich bleibt (Folie25)

Trend: die Höchsten Mitmachraten bei Umfragen bei Ärmste Ländern, bei der Schweiz haben fast keine Psychologen mitgemacht.

  1. Pathological berivement (Traurigkeitsstörung)

Arbeitsgruppe für "Stress-associated disorders"

Vorgehen für ICD Kriterien:

Aktuelle Erknetnisse der Neuropsychologie und neurowissenschaften wird in das ICD eingebracht, da das wenigste davon einen Praktischen Nutzen hat. Die Nützlichkeit steht im Vordergrund

Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM)

Herausgegeben von der American Psychiatric Association

  • nur für psychische Störungen
  • seit der 3. Version (DSM-III von 1980) vorherrschendes Klassifikationssystem für Wissenschaft, Forschung (und Lehre) Da es mehr anknüpfungspunkte für die Forschung bietet4

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Multiaxiales System: Mehr beschreibungen manhen als nur die Diagnosen. So das man mehrere zusätzliche Störungen aufeinander "Stapeln" kann Diese Achsen gibt es nicht mehr, da sie fast nie benutzt wurden

DSM-V wurde von vielen Seiten heftig kritisiert (auch vom Chef des DSM-IV Komitees) Folie12 Es wurde diskutiert: Wer ist eigentlich in die Entscheidungskomission gekommen (viele Leute die mit Pharmaverträgen an Firmen gebunden sind, das wurde nicht kontrolliert) COI Conflict of Interest Man wirft vor das einige Störungsbegriffe perfekt auf Neu entwickelte Medikamente passen. Zusätzlich ist es sehr US-Zentrisch

Wer geld für forschung ewill muss RdoC efrüllt werden und die Matrix aufgemacht werden, viele sagen das das quatsch ist.