Epidemiologie

Aus Psycho
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Definition

«die Untersuchung der Verteilung und der Determinanten gesundheitsbezogener Zustände oder Ereignisse in bestimmten Populationen und die Anwendung der Ergebnisse dieser Untersuchung auf die Prävention und Bekämpfung von Gesundheitsproblemen.»

Optimalerweise werden die Ergebnisse der Epidemiologie angewwendet zur bekämpgfung

Aufgaben der Epidemiologie

  • Beschreibung des Gesundheitszustandes von Bevölkerungsgruppen
  • Untersuchung des Verlaufs und der Folgen von Krankheiten
  • Untersuchung von Krankheitsursachen
  • Anwendung der gewonnenen Erkenntnisse im Kontext der Prävention und Intervention

Einige Exemplarische Fragestellungen auf Folie24

Masszahlen der Epidemiologie

Prävalenz

Anzahl der in einer definierten Bevölkerungsgruppe vorliegenden Krankheitsfälle zu einer bestimmten Zeit. Die Prävalenz gibt an, wie oft eine Erkrankung in einer Grundgesamtheit/ Population vorkommt

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  • Punktprävalenz: Erhebung der Daten für einen bestimmten Zeitpunkt
    • Man hat einen stichtag, wer hat an diesem Stichtag eine Depression, Querschnittsbefragung
  • Periodenprävalenz: Erhebung der Daten für einen bestimmten Zeitraum
  • Lebenszeitprävalenz: Gesamtanzahl an Personen, die zumindest einen Teil ihres Lebens nachweislich erkrankt waren

Methodik

Prävalenzen werden klassischerwiese im Querschnitt erhoben. Es kann aber auch eine Längschnittstudie gemacht werden mit mind. 2 Messungen innerhalb der Kohort.

Die Prävalenz hängt natürlich auch mit der Repräsentativität der Stichprobe zusammen.

Auch wichtig ist die Methode der Datengewinnung. Qualitativ hochstehende Studien machen das mit strukturierten standardverfahren (verfügbare Diagnosesysteme) Interviews von Experten durchführen. Jenachdem wie sorgfältig eine Studie das macht daran entscheidet sich wie hoch oder niedrig die Präcalenz war.

Inzidenz

Rate der Neuerkrankungen, die in einem bestimmten Zeitraum in einer definierten Population auftreten Die Inzidenz gibt an, wie viele Neuerkrankungen in einer Population vorkommen (Prozentualer Anteil innerhalb der Population)

Ma schaut eine Gruppe an die initial krankheitsfrei ist.

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Es gibt verschiedene Kennwerte fr die inzidenz, die verbreitetste und einfachste ist die kumuative inzidenz. (Formel)

Analytische Epidemiologie

Folie35

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Beobachtungsstudien. die drei wichtigsten Typen auf der Abb

Querschnittsztudie /Korrelationsstudie

Einmalige Messung überprüfen zusammenhang zwischen zwei variablen zu diesem Messzeitpunkt. Man erfasstgleichtzeitig ursache und wirkung, kann daher also keine korrelative aussage machen. Man hat nur den Zusammenhandg zwischen den zwei variablen und keine ursache-wirkung

Fall-Kontoll-Studie

Man startet immer damit das man die beiden untersuchungsgruppen Bildet aufgrund der INformation ob jemand erkrankt ist oder nicht. Man rekrutiert Leute die erkrankt sind und solche die nicht erkrankt sind (als die zwei untersuchungsgruppen)

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Man fragt in beiden gruppen ob sie jemals mit dem Untersuchungsfaktor in Kontakt gekommen sind

Besonderheit bei der Auswertung: Das Ergebnis wird über odds-Ratio berichtet.

Es gibt aber methodische Probleme bei der Fall-Kontrollstudie: - Auswahl geeigneter Kontrollgruppe, die der Gruppe der erkrankten ähnlich ist auser natürlich in dem erkranktheitsmerkmal

   - Es ist schwierige eine adequate KG zu finden da es oft systematische unterscheidungen gibt
   - Güte hängt voll von der vergleichbarkeit der Gruppe ab

- Man erfasst die exposition retrospektiv, ist darauf angewiesen zuverlässige Resulate zu erhalten

Odds Ratio (OR)

Folie41 und Folie 41 Ein Kennwert wie hoch das Risiko steigt (z.B wenn man raucht)

  • OR = 1: die Chance unter einer Exposition zu erkranken ist genauso hoch wie die Chance, ohne die Exposition zu erkranken
  • OR > 1: die Chance unter einer Exposition zu erkranken ist höher als die Chance, ohne die Exposition zu erkranken
  • OR < 1: die Chance unter einer Exposition zu erkranken ist geringer als die Chance, ohne die Exposition zu erkranken

Sollte nie nur als Kennwert berichtet werden sondern immer mit einem Konfidenzintervall. Sobald das Konfidenzintervall 1 nicht mehr beinhaltet kann eine eindeutige Aussage gemacht werden.

Kohortenstudie

Untersuchung einer Bestimmten Gruppe von Personen, die ein gemeinsames Lebensereignis Teilen (z.B im gleichen jahr geboren, Leute die sich scheiden haben lassen) Kohorte ist zum Zeitpunkt des STudienbeginns nicht erkrankt.

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Längsschnittstudie. Man untersucht ob Faktoren vorhanden und ob ein Faktor eintritt oder nicht.

Problematisch ist hier der extrem hohe aufwand aber:

Man hat ein zeitliches nacheinader von exposition und einfluss, was eine Kausalität näher legt (aber noch immer nicht bestätigt)

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Zusammenfassung

Folie47 - Die Epidemiologie beschäftigt sich mit der Verbreitung, den Ursachen und den Folgen von Krankheiten. - Zentrale Kenngrössen zur Verbreitung sind Prävalenz und Inzidenz. - Wichtige epidemiologische Studientypen sind die Querschnittstudie, die Fallkontrollstudie und die Kohortenstudie. - Je nach Fragestellung und Datenlage erlauben die verschiedenen Studientypen, den Zusammenhang von Expositionen und Erkrankungen zu untersuchen.