Diagnosen

Aus Psycho
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Der Diagnostische Prozess

Wechselbeziehung zwischen Informationssammlung und Hypothesenbildung

Informationssammlung besteht aus: - Beobachten (zuerst mal Visuell) - Erfragen - Zuhören

Wichtig das der Faden zwischen Intervirewer und Interviewee nicht abreisstm, derPatient zumacht und glaubt der Psychologe verstehe ihn nicht

Hypothesenbildung

- Induktive Bildung (erste Informationen, wenig Infos)
- Diagnosezuordnung (muss immer Gegengecheckt werden!)
- Differentialdiagnose (gegenschecken, einzel Abprüfen gegen andere Möglichkeiten
  1. Beobachten und Erfragen von Symptomen und Kriterien (wenig Ideen)
  2. Hypothetische Diagnosemöglichkeiten (viele Ideen)
  3. Weiteres Beobachten und Erfragen
  4. eingeschränkte Diagnosemöglichkeiten
  5. vervollständigendes Beobachten und Erfragen
  6. Festlegung der Diagnose (auf 1,2,3 Diagnosen)

Häufig werden Diagnosen verfrüht gegeben, irgendwo in der Mitte des Prozesses, das ist Falsch Auch routiniers dürfen nicht zu schnell Diagnosen vergeben, sondern müssen schauen das die Masse der Möglichkeiten ausreichend gross ist.

Menschen mit einer psychischen Störung haben mehrere Ebenen, bei bestimmten Themen kann der Umgang mit ihnen ganz normal sein.

Niedrigste Ebene ist die Symptomzuordnung, auf der Folie ist grün markiert, was man für Symptome aus dem Text herauslesen kann. Funktionelles versagen im gegensatz zu funktionales versagen

Vereinfachte einteiung in Störungsgrupen

Hier jetzt 8 Gruppen 1. Psychosen

   - Unterform oder sysnonym davon: Schizophrenie
   -  Viele Ausgebildete Symptome, viele Störungen, daher sind ca 2/3 der Symptome auf die Psychosen anwendbar

2. Affektive Störungen

   -  Melancholie, Depressionen, Bipolare Störungen, Manie

3. Persönlichkeitsstörung

   - Borderline, Hysterie, narzisstische Störung
   - Es kann sein das die Persönlichkeitsstörung seit einigen jahren offiziell nciht mehr existiert (Veränderung der Persönlichkeitsstörungslehre)
   - Es soll keine einzelnen Persönlichkeiststörungen mehr geben, sondern nur noch: leichte, mitelschwere und schwere Persönlichkeitsstörung

4. Sucht/Abhängigkeit

   - Im Unterschied zu den früher als psychopathien beschriebenen Krankheiten

5. Demenzen

   - Früher mehr Demenzen nach Sucht
   - Demenz aufgrund der Sucht 
   - Es ist theoretisch sogar möglich mehrere Demenzen zu haben

6. Neurotische & Emotionale Störungen

   1. Angststörung, somatoforme Störungen (Hypochondrie etd. Bodyli distess, Körperstörungen)
   2. Sehr Beliebt, weil die Angststörung gut duch psychologische Ansätze zu behandeln ist

7. Belastungsfolgestörung

   1. Seit kurzem Abtrennung zu anderen Störungen
   2. PTSB

8. Gemischt, weitere Störungen (Esstörung, schlafstörung, sexuelle Störungen

Aktuelle Einstufungen kennen 20 verschiedene Strungsformen (ICD und DSM) Sucht wird nur genommen für Substanzabhängige Süchte (Nicht Essucht) Nichtsubstanzgebundene Störungen verhaltenssüchte (Gambling, Computersucht) werden hingegen in Suchtstörungen aufgenommen. Die Grenzziehungen wurden gefühlt zufällig gewählt.

Fallbeispiel: Neurotische & Emotionale Störung

Symptome

Mermale einer Störung, kleisnte beschreibbare Untersuchungseinheit die man bei einer Untersuchung oder Anamnese erhalten und befragen kann.

Spezifische Symptome

Kenrymptome, Leitsmptome

  • stimmenhören kommentierend oder dialogisch
  • intrusionen unwillkürliche belastende Erinnerung
  • kontrollverlust (essen/trinken)

Unspezifische Symptome

akzessorische Symptome)

  • Grübeln
  • sozialer Rückzug
  • etc.

Kommen bei vielen verschiedennen Erkrankungen vor

Fehler im Diagnostischen Prozess Warnung

  • zu schnelles Urteilen an Hand von Einzelsymptomen
  • Nichtbeachten der Verläufe
  • Interessengeleitetes Urteilen
    • (unterscheidung zwischen Wahnwhrnehmungen und religiösen erfahrungen=
  • Neigung zur Pathologisierung (na du bist doch psychologe)

Rosenhan Experiment

Im Film one flew over the Cuckoo's Nest

Syndrom (Doppelbedeutung)

Aus dem Griechischen, Synonyme sind Symptomkomplex oder Symptomatik

Uberzufälliges gelichzeitiges Auftreten von verschiedenen Symptomen, zwei Bedeutungen:

Untergruppe einer Diagnose

  • Verschiedene Syndrome bei einer SChizophenie (kataton ,Paranoide, hepephrene)
  • Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (eine untergruppe, ein syndrom von ADHS)

Krankheiten mit Multiorganmanifestation

Symptome aus ganz vielen verschiedenen bereichen, gekoppelte Symptommuster über Organsysteme

  • fragiles X-Chromosom Syndrom etc
    • Schema auf den Folien, S als symptome, dann die Syndrome, welche mehreren Symptomen zugeordnet sind, Diagnosen können deckungsgleich mit Syndromen sein, oder Diagnose umfass mehrere Syndrome.

Für die Freigelassenen Punkte gibt es keine Syndromzuordnung

Syndrome

Verschiedene Beispiele von Syndromen in den Folien Hyperhtyreoase Syndrom: Morbus Basedow, Beispiel für übergreifendes Symdrom 1. Expothelamus (Glubschaugen) 2. Strumasymptomatik

   1. SChlaflosigkeit
   2. Gereizthheit
   3. Nervosität
   4. Zittern (feinshclägiger Trmor, schneller feiner tremor)

3. Tachykardie (schneller Herzschlag)

Autoimmunerkrankung der Schilddrüse

Aus dem Aware: Pica syndrom (essen ungeniessbarer Sachen) Satyriasis (sexsüchtige Männer, Gegenbegriff zur Nymphomanin) skoptisches Syndrom (Genitalverstümmelungen)

Reifizierungsgefahr

schaffun neuer Störungsbilder ohne Krankheitswert. Es gibt im psychischen Bereich durch die (alle wolle bei Psychologie mitreden) Jede Fachperson möchte ein Syndrom nach sich benannt, es werden Dinge nach Krankheit benannt, die eigentlich keine Krankheiten sind "Steinlaus Pschyrembel" Existiert nicht Steinlaus wurde von Loriot erfunden, Steinlaus wurde in das Lexikon gebracht um bei eine Sozialpsychologischen Grossexperiment herausgefunden wieviele Leute an eine Steinlaus glauben

Burnout

Modebegriff Höchst problematischer Begriff, Erst beschrieben wurde das Syndrom von Freudeberger 1974, danach bildeten sich aber sehr viele Definitionen. Burnout wurde danach operationalisiert Für Menschen in sozialen Berufen (wo menschen mit anderen Menschen umgehen müssen und etwas für diese tun müssen (Hilfsberufe))) Es wurden 3 Unterbereiche festgelegt, emotionale Erschöpfung, Zynismuns und verringerte Arbeitsleitung, Konzentrationsstörung. Maslach Burnout Inventory

Politikerburnout etc. ist rein Begrifflich abgekoppelt von dem was in der spychologie gilt, wurde von einem spezifischen Konstrukt zu einer Modediagnose. Warum? sie schafft das was andere Diagnosen nicht schaffen: man kann dazu stehen etwas zu haben Es ist "normal" zu sagen "ich habe ein Burnout"

Problem: Bei dem meisten was Burnout genannt wird geht es eigentlich um eine Depression (sogar oft schwere) für das herauskommen wäre es wichtiger das man sich bewusst ist eine Depression zu haben und diese anfälligkeit zu haben und nicht einfach sagen kann: ich hab hald ein burnout

Burnout Leistungsbedingt, was soll nun ein Arbeitsloser sagen wenn er eine Depression hat? Burnout hat eine Art Bonus

Wichtig: Die Weitgefasste Diagnose Burnout existerit nur im deutschen Sprachraum, in anderen Ländern geht es immer nur um die Trias in den Hilfeberufe.

Quasi Ersatzdiagnose

Beispiel in den Folien

Lösung

Man könnte auf die nächstliegende Diagnose gehen Neurastenie bis 1995 als neurasenie definiert, heute Depression

Oder man betrachtet es als differnezierte Diagnose Arbeitsüberforderung -> Erschöpfung Burnout existiert als Zusatzcode Z nummer, Risikozustand, keine Diagnose Man setzt bei den Folgestörungen an. Man schaut ob hinter dem Burnout nicht die frühform einer anderen Krankheit sich versteckt.

Diagnose

klassifikatorische und versicherungsrechtliche Entität (hat etwas halbamtliches, kannn zu IV, Arbeitsfreistellung etc führen) Klar abzugrenzen zu Krankheit, welche auf eine andere art versicherungsrechtlich ist. Krankheit heisst: Heilbehandlung ist erlaubt.

Weiter abzugrenzend zu Störung, moderner Begriff zur Abgrenzung von körperlichen Krankheiten Man stellt nicht die pyhsiologische oder somatische Behandlung in der Vordergund sondern setzt die psychotherapie nach vorne (Bei Krankheit denkt man sofort an Medikamente, bei Störung dnekt man promär an behandlung mit psyhcologischen Methoden)

Subdiagnostische Störung: Erfüllt nicht das Vollbild aller symptome, aber einzelne symptome einer bestimmten Diagnose.

Wie werden Diagnosen geboren ?

Entstehung der Diagnose zur anhaltenden Trauerstörung (Prolongierte Trauerstörung) Früher hat man alles als Depressionen definiert, in den 60/70ern wurden die Angststörungen von Den Depressionen abgetrennt (sozailphobie, generelle etc) In den 90er wurde PTSB auch aus den Depressionen herausgenommen (PTSB ist eine Stille Störung, die leute sind in sich gekehrt, wurden früher als depressic angesehen) Bis heute werden menschen die nach einem Todesfall langfristig verändert bleiben auch als Depressicv angesehen, es ist daber keine depression im üblcihen Sinne, sondern eine prolongierte Angststörung (jedes lebensereignis kann irgendeine störung auslösen) aber die meisten menschan nahc tod von anderen haben eine prolongierte Trauerstörung. minimale Trauer (zu wenig trauern)

Wissenschaft uss zeigen das etwas keine Depression ist (besondere symptomatik) kann mti Faktorenanalyse erkannt werden. (Prolonged grief)

Symptome wie leerfühlen seit angehöriger gestorben Longin and yearning sehnsucht, schmerz Leitsmptom der prolongierten Trauer

Gegenüberstellung auf den Folien

Diagnoseformulierung für ICD-11 auf den Folien Kernsymptome: Präokkupationen, schmerzliche Erinnerungen

Internetbasierte THerapie (in 3 Phasen 1. schriebkonfrontation 2. kognitive Restrukturierung 3. Social Sharing Schrieben von Brief an verstorbener, aber auch Dokument um anderen zu zeigen

Grosse internetbasierte Interventionsstudien Menschen mit schwerer Störung, Warteliste Kontrollgruppe Störungswerte gingen runter, die UZH hat beigetragen zur behandlung vom neuen Störungsbild

gute Geschichte von ihm als Fallbeispiel - Podcast