Affektive Störungen

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141111 Beginn Auf Folie 68

Eindimensinale vs. Mehrdimensianale Verfahren

AMDP ist Mehrdimensional, es bezieht sich auf mehrere Syndrome, dagegen sind die eindimensionalen Verfahren, welche auf ein Syndrom spezialisiert sind (HAMD, BRMS, MADRS) Folie69

AMDP zu I

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Diagnosen und Konzepte sind ICD-10/DSM-V (Klassifiaktionssysteme)

Affektive Störungen

Fürher war klar definiert ob gesund oder Krank, heute eher Kontinuitätshypothese, es geht kontinuiertlich von krank über gesund bis wieder hin nach krank.

HAUG HAT HIER EINE GRAFIK/BEDINGUNGSGEFÜGE UND EINE ZU KRANKHEITSVERLÄUFEN

Diffuser Übergang in Krankheit hinein, danach wird Behandliung eingeleitet, erst nach einiger Zeit merkt man das die Therapie greift (Ansprechen/Response) danach wird der Verlauf entweder besser oder es kommt zu einem Rückfall (Relapse), wenn das nciht der Fall ist oder der Rückfall überwindet wird kommt es zur Remission. Diese Remission kann stabil sein über längere Zeit (vollständige Genesung) wenn danach die Krnakheit wieder auftritt: Wiedererkrankung

Leiutsymptomatik

  • Störung von Stimmung (Affektivität),
  • Antrieb und/oder
  • Aktivität

Affektivität

Früher wennes kurz war: affekt, sonst: Stimmung, dies hat sich aber nicht so bewährt und wird heute auch stärker als Sysnonym verwendet Folie75 Vorallem wenn es sich um den hervorsechenden Charakter des geasamten Gefühlslebens beschreibt.

„Jede Erfahrung ereignet sich in einer Gestimmtheit“ Scharfetter

Alles was wir sind und was wir tun ist Affektunterlegt. Affekte spielen überall mit. Jedes Erleben ist von einer bestimmten Stimmung (affekt) begleitet. (z.B Emotionen beeinflussen unsere Wahrnehmung und Urteile)

Affekte sind sehr schwierig oder sogar gar nicht zu normieren

Einteilungen von Affekten

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  • Leibnahe, ganzheitliche Gestimmtheit
    • Hunger, Durst, Schmerz, sexuelle Erregung
  • Allgemeine Leibwahrnehmung
    • (Befindlichkeit)
    • kräftig, frisch, beschwingt, ruhig, entspannt
    • müde, schlapp, erschöpft, herabgestimmt
  • Weniger leibnahe Befindlichkeit
    • Freude, Angst, Übermut, Langeweile, Ärger
  • Wenig strukturierte (protopathische)
    • Sitzt nciht im Körper, ist mehr ein Ahnungsvolles erleben
    • Erfahrungen, ahnungsvolle Stimmungen
    • Argwohn, Bedrohtheit

Alternative:

Eher der EIgenperson Zugewandt oder eher Anderen Personen zugewandt.

  • Zur eigenen Person hin gerichtete Affekte
    • Zuversicht, Freude, Ärger
  • Auf Andere hin gerichtete Affekte
  • Liebe, Vertrauen, Mitleid, Dankbarkeit, Ehrfurcht, Bewunderung

Weitere Alternative:

  • Leibnahe Affekte (Vitalgefühle)
  • Weniger leibnah erlebte Zustandsgefühle
  • Das Selbstwerterleben begleitende Gefühle
    • Stolz, Sicherheit, Eitelkeit, Trotz
    • Scham, Schuld, Reue, Verlegenheit

Einteilungne von Affekten nach AMDP

  • Störung der Vitalgefühle
  • Deprimiert
  • Ängstlich
  • Euphorisch
  • Gereizt
  • Hoffnungslos

Dysphorisch

Muss von Gereizt getrennt werden. Dysphorisch, Missmutig verstimmt sein Nörgler

Ratlos

In AMDP anders verwendet als umgangssprachlich Der Affektive Emotionale Aspekt der Ratlosigkeit ist gemeint (nicht der umgangssrprachliche kognitive)

Affektarm (F item)

  • Verminderte Anzahl von Affekten (eingeschränktes Spektrum)

Affektstarr

  • Verminderte affektive Modulation (Verminderte Schwingungsfähigkeit)

Metapher zum Unterscheiden

Beide kommen häufig zusammen vor, sind aber ganz etwas anderes. Metapher um zu unterschieden.

Als Beispiel ein Mischpult, Viele Instrumente spielen mit. -> Dynamisch und Satt

  • Affektarm: einige Instrumente werden rausgenommen, Runtergeregelt -> immer noch Dynamisch, weniger Satt
    • Einzelne Affekte spielen im Gesamterleben nicht mehr mitt
  • Affektstarr: alle dürfen mitspielen aber die Dynamikregler sind auf einem Niveau -> Satt aber nciht mehr Dynamisch
    • Schwingungsfähigkeit der Affekte ist verloren

Gefühl der Gefühllosigkeit (S item)

Untershciede zwischen von Aussen Erleben und von innen erleben - Subjektiv erlebte Reduktion oder Verlust affektiven Erlebens (empfundene Gefühlsleere)

Innerlich unruhig

Klagsam/jammrig

  • Ausdruckssstarkes Vortragen der erlebten Affekte
  • nur zuviel klagen, bei schmerzen und so normal

Ambivalent / Ambitendenz

  • Koexistenz widersprüchlicher Gefühle, Vorstellungen, Wünsche, Intentionen, Impulsen
  • Auch hier fdifferenz zu Umgangssprache (nciht entweder oder, sondern Koexistenz von Wiedersprüchlichen Gefühlen)
  • Oft bei Missbrauchsopfer, Vwater ist Täter, Lieben und Hassen gelichzeitig, kann einnem Zerreissen
  • Bei schizos oft Ambitendenz Gleichzeitig Loslaufen und stehebleichen (gefangensein in dieser Ambitendenz)

Parathymie

  • Gefühlsausdruck und berichteter Erlebnisinhalt stimmen nicht überein
  • Äusseres Gefühl passt nciht zum Berichteten Erlebnis, unpassender Gefühlsausdruck
  • Wichtig Andere Affekte müssen vorhanden sein , Falsche Affekte an falscher Stelle geäussert, aber depressiver der nicht lacht ist nicht paratyp sondern hat den Affekt Freude nciht.

Affektlabil

  • Schneller Stimmungswechsel, starke affektive Ablenkbarkeit
  • Besonders auf äusseren Einfluss

Affektinkontinent

  • Bei geringem Anstoss überschiessende Affekte, die vom Patienten nicht beherrscht werden können
  • Affektuelles überschiessen, Affekt kann nicht mehr angehalten werden (können zum Beispiel heulen nicht mehr stoppen)

Insuffizienzgefühle

  • Vermindertes Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit
  • Wenn man den insuffizenzaffekt verspürt (auch wenn er realistisch ist, wenn man das Gefühl hat darunter zu leiden. (z.B wenn man mim Rollstuhl sitzt und das gefühl hat darunter zu leiden.

Gesteigertes Selbstwertgefühl

Schuldgefühle

Verarmungsgefühle

Antrieb

Ein Konstrukt das sehr nahe an den Affekten liegt. Merkmalsgruppe (Antrieb und Psychomotorische Störungen) Grundenergie die durch Motivation, Willen , Bedürftnisse ausgereichtet wird auf ein Ziel. Fehlt das Ziel, tritt motorische Unruhe auf (z.B hin und Herlaufen ohne Ziel)

Bestimmende Faktoren

Woher diese Energie kommt

  • Grundaktivität (genetische Faktoren)
  • Temperament (persönliches Tempo) Durch Genetik, Erziwhung, Situative Faktoren
    • Die Entdeckung der Langsamkeit Buch von Nadolny
  • Bewusstseinslage (Müdigkeit)
  • Umwelt (stimulierende Aussenreize)
  • Soziale Faktoren (Aspekt der Mitmenschlichkeit, des Interesses am Anderen)
  • Wechselwirkung von Affekt und Antrieb

Verwandte Begriffe: - Vitalität, Libido Hat damit zu tun mit der Gerichteten Energie auf etwas hin.

AMDP Begriffe

Antriebsarm

  • Mangel an Energie, Initiative, Anteilnahme, ich mach Nichts mehr, lieg den ganzen Tag im Bestt

Antriebsgehemmt (S item)

  • Energie, Initiative und Anteilnahme werden als gebremst/blockiert erlebt („alles ist so mühsam“, „ich will, bringe aber die Kraft nicht auf“)
  • "alles ist so mühsam geworden"
  • Gleichzeitiges Treten von Gaspedal und Bremse

Antriebsgesteigert

  • Gegenteil von Antriebsarm
  • Zunahme an Energie, Initiative, Anteilnahme

Motorisch unruhig

  • Gesteigerte und ungerichtete motorische Energie

Mutistisch

  • Wortkargheit bis hin zum Nichtsprechen (Verstummen,

Logorrhoisch (Logorrhoe)

  • Verstärkter Redefluss (Häufig bei manischen Patienten, man kann die fast nicht unterbrechen)

Maniriert/bizarr

  • Alltägliche Bewegungen und Hanklungen (auch Gestik, Mimik und Sprache) erscheinen dem Beobachter verstiegen, verschroben, posenhaft und verschnörkelt. (Nur Einzelbewegungen)
  • Auch geziert, affektiert, gekünstelt Beispiel auf Folie 82

Theatralisch

  • Auffällig selbstdarstellerisch

Parakinesen

  • Qualitativ abnorme, meist komplexe Bewegungen, die häufig die Gestik, Mimik und auch die Sprache betreffen
  • z.B Tics

Stereotypien

  • Äusserungen auf sprachlichem und motorischem Gebiet, die die Tendenz aufweisen, oft längere Zeit hindurch in immer gleicher Form wiederholt zu werden
    • Verbigerationen (Wortstereotypien)
      • (zum beispiel... äh wenn äh... wir ähh)
    • Katalepsie (Haltungsstereotypien)
      • Folie94
      • Flexibilitas cerea (Wächserne Biegsamkeit) Folie95

Ablauf nach ICD-10

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Grafiken Zusammenführung zu einem Baum

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PAT141111.3.png

PAT141111.4.png

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SChwere auch noch Eigeteilt, Folie101 Wieviel Schweregrade gibt es bei der Depressiven Episode (4!) Prüfungsfrage

Zusammenfassung aller Diagnosen

Unterschiedliche Grösse der Worte zeigt Häufiglkeit der Diagnose PAT141111.8.png

Erkennung der Depression

Prävalenz: 10% Nur ca. 54% werden auch erkannt

Folie 110

Epidemiologie Depressionen

Folie112

Frauen zu Männer 2:1

Geschlecht

  • Genetisch?
  • Hormondell
    • Menopause
    • Postpartum (nach entbindung)
    • PMS
  • Krnakheitsverhalten
    • Sozial erlernt
    • Frauen beachten leicht depressive Phasen und insgesamt krankheit stärker und zeigen Stärkere Hilfserwartung und erinnern sich besser an depressive Phasen

Alter

  • Häufigkeitsgipfel bei ca. 35 Jahren
  • 50% Ersterkrankungen vor 40. Lebensjahr
  • Zweiter Häufigkeitsgipfel im Alter zwischen 50 und 60 Jahre
  • Nur 10% Ersterkrankungen im Alter über 60 Jahre
  • Ersterkrankungsalter wird immer jünger

Verlauf

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  • Ca. 80% verlaufen in Phasen (Episoden)
  • 2/3 aller Depressionen sind im Intervall (ausserhalb der Phase) symptomfrei
  • Phasendauer ca. 6 Monate ohne Therapie
  • Verkürzung (?) oder Abschwächung durch Therapie
  • 15-20% >1 Jahr (Chronifizierungs-Gefahr)
  • Komorbidität häufig (Angst ca 50%)
  • Mittlere Zykluslänge (Beginn einer Episode bis zum Beginn der nächsten) ist 4-5 Jahre (individuell grosse Unterschiede)
  • Zyklusdauer verkürzt sich oft im Alter (Krankheit wächst sich nciht aus)
  • Mindestens 50% rezidivierend (50% sind einzelne Episoden, 50% wiederkehrend)
  • 2/3 aller Patienten haben unipolare (rein depressive) Verläufe
  • Suizide bei ca. 10-15% (1% pro Jahr)